Allgemein Projekte

Was macht eine studentische Unternehmensberatung?

Unternehmen stehen häufig vor großen Aufgaben. Sollen Märkte und Konkurrenten analysiert werden, um auf dem neuesten Stand zu sein? Welche neuen Trends sind nennenswert fürs eigene Geschäft und wichtig zu erkennen? Wie können neue Strategien den Unternehmenserfolg weiter steigern? Inwieweit können interne oder auch externe Prozesse weiter optimiert werden? Wie kann ich neue Mitarbeiter gewinnen? 

In solchen bedeutenden Situationen hilft der Ratschlag von Unternehmensberatern. Die Vorteile hierbei liegen auf der Hand. Messbare Ergebnisse und langfristige Erfolgsfaktoren. Allerdings lassen sich Unternehmensberatungen den Service hochpreisig bezahlen. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sprengt das allzu häufig den finanziellen Rahmen. Die kostengünstige Alternative zu den teuren Angeboten der großen und bekannten Namen ist die studentische Unternehmensberatung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Denn als studentische Unternehmensberater verbinden wir das Beste aus zwei Welten: die Analytik einer Unternehmensberatung mit dem Einfallsreichtum von Studierenden mit frischen und kreativen Ideen.

Die Idee dahinter

In Unternehmen bedeutet Zeit gleich Geld. Das sorgt dafür, dass komplizierte, wichtige Themen manchmal zur Seite geschoben werden. Oder es aufgrund von personellen Ressourcen einfach nicht anders geht. Studentische Unternehmensberater werden beauftragt, die unternehmerische Herausforderungen professionell zu lösen oder alles so vorzubereiten, dass es deutlich schneller erledigt werden kann. Eine große Entlastung.

Viele Unternehmen setzen bereits seit Jahrzehnten auf die Beratung durch Studierende. Auch DAX-Unternehmen setzen selbst seit geraumer Zeit auf studentische Unternehmensberatungen. Gerade wenn nach neuen Ideen und Innovationen gesucht werden, die den Kern der Zeit treffen oder wenn eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden soll, sind Unternehmen genau richtig. Auf der anderen Seite haben unsere studentischen Unternehmensberater im Rahmen der Beratungsprojekte die Möglichkeit, ihr Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden und ihr fachliches Know-How aus Werkstudententätigkeiten oder Workshops weiter zu vertiefen. Studierende sammeln wertvolle Berufserfahrung auf hohem und forderndem Niveau. Sie profitieren von einer steilen Lernkurve und sind viel motivierter zu lernen. Langweilige Theorie aus dem Studium nimmt nun Gestalt an und kann richtig umgesetzt werden.

Organisation

Die meisten studentischen Unternehmensberatungen sind als Vereine (e.V.) organisiert. Nur wenige sind in Form einer GmbH aufgestellt. Die Mitglieder einer studentischen Unternehmensberatung werden unterteilt in Anwärter, Vereinsmitglieder, Ressortleiter und Vorstände.

Zu den Aufgaben zählen beispielsweise die Projektakquise, das Anwerben von Interessenten, Weiterbildung der Mitglieder oder die Entwicklung neuer Strategien.

Darüber hinaus engagieren sich die studentische Unternehmensberater oftmals in einem bundesweiten Netzwerk wie dem JCNetwork.  Das Junior Consultant Network (e.V.) ist das größte deutsche Netzwerk für studentische Unternehmensberatungen und verbindet 36 Initiativen mit gemeinsam mehr als 2.600 Junior Consultants. 2002 gegründet, stehen auch heute noch die kontinuierliche Weiterbildung, der praxisorientierte Erfahrungsaustausch und der Aufbau eines persönlichen Netzwerkes im Fokus des Verbandes. Mit den JCNetwork Days, der größten Netzwerkveranstaltung für studentische Unternehmensberater, bietet der Verband zweimal jährlich mehr als 400 Studierenden Zugang zu professionellen Weiterbildungsangeboten sowie exklusiven Netzwerkmöglichkeiten zu Studierenden und der Beratungsbranche. 

Praxiskontakte

In einer studentischen Unternehmensberatung lassen sich wertvolle Praxiskontakte knüpfen, die den Berufseinstieg erleichtern. Personalabteilungen schätzen die jungen Berater sehr. 

Viele der Berater können später einmal den Einstieg bei den großen Beratungen wie McKinsey oder der Boston Consulting Group schaffen. Andere nutzen die Erfahrungen und Kontakte und gründen später selbst ein Startup. 

Projekte

Studentische Unternehmensberatungen beraten Unternehmen aller Größen – von Start-Ups bis hin zu den großen DAX Konzernen. In den Projekten geht es beispielsweise um Marktanalysen, Prozessoptimierungen, Erstellung von Webseiten oder sogar um die Programmierung einer App.

Zu Beginn werden Projekte akquiriert. Dafür gibt es in der studentischen Unternehmensberatung meist ein eigenes Ressort, das sich darum kümmert und ein Akquisekonzept erstellt. Sie müssen sich überlegen, wie sie gezielt Unternehmen ansprechen können. Oftmals geschieht das beispielsweise auf Unternehmensmessen. Unternehmen wenden sich oftmals auch selbst an die Berater, da sie ihre Arbeit aus früheren Projekten schätzen oder von anderen Unternehmen auf die Berater aufmerksam geworden sind.Anschließend folgt ein Gespräch, in dem das zu lösende Problem, der Umfang des Projekts und weitere Inhalte thematisiert werden. Basierend auf diesem Gespräch erstellen die jungen Berater dann ein ausführliches Angebot. In diesem geht es um die genaue Vorgehensweise, den Inhalt, den Zeitraum des Projekts, den Projektumfang als auch die Projektkosten. Parallel formt sich das Projektteam, das sich aus einem Projektleiter. Dieser kümmert sich um den organisatorischen Teil des Projektes und ist gleichzeitig für das Projekt verantwortlich. Weiterhin gehen zum Projektteam die anderen Projektmitarbeiter.  Nachdem das Unternehmen das Angebot angenommen hat, können die Berater mit der Projektarbeit beginnen. Nach erfolgreichem Projektabschluss werden die Ergebnisse professionell aufbereitet und dem Unternehmen präsentiert.

Author

Dennis Gumprich

Dennis Gumprich studiert Geschichte, Politik und Gesellschaft an der Universität Potsdam.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.