DISG Modell – Welcher (Farb-) Typ bist du? – uniClever.de
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DISG Modell – Welcher (Farb-) Typ bist du?

DISG Modell – Welcher (Farb-) Typ bist du?

 

Es gibt Menschen, mit denen man sich blind versteht und dann wiederum andere mit denen man nie richtig warm wird ­ ob auf der Arbeit mit Kollegen oder im Bekanntenkreis. Aber woran liegt das? In den nächsten Absätzen erklären wir dir was hinter den verschiedenen Persönlichkeitstypen des DISG Modells steckt. 

Unsympathischen Kollegen auf der Arbeit aus dem Weg gehen funktioniert nur bedingt und kann das Arbeitsklima für alle beschädigen. Ebenso können Spannungen im Bekanntenkreis für eine unbehagliche Stimmung sorgen. Aber was tut man in solchen Momenten?

Eine Möglichkeit ist, einen Weg finden, um das Zusammensein und die Kommunikation zu erleichtern und den anderen besser zu verstehen. Genau hier kommt das DISG Modell zum Einsatz. Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich ein einfaches Prinzip, durch das uns eine Möglichkeit gegeben wird, unterschiedliche Menschentypen besser zu verstehen. 

Entwickelt wurde das Modell in den 1920er Jahren von dem Psychologen William M. Marston. Er ging davon aus, dass sich bei Menschen vier primäre Emotionen abgrenzen lassen und teilte diesen Merkmalen jeweils eine Farbe zu. Hier bei steht das D für den dominanten Typen mit der Farbe Rot, das I steht für die initiativen Typen mit der Farbe Gelb, S mit der Farbe Grün steht für die stetigen Typen und abschließend das G mit der Farbe Blau für die gewissenhaften Typen. Das Wissen über die verschiedenen Typen kann in allen Lebenslagen Gold wert sein. Zunächst mal kannst du dich selbst und deine Verhaltensweisen besser einschätzen, aber auch einen völlig neuen Blick auf deine Mitmenschen bekommen.Was genau versteckt sich hinter den vier genannten Typen?

D – der dominante Typ (rot)

Dominante Typen zeichnen sich durch Eigenschaften wie Ehrgeiz, Willensstärke, Verantwortung und Zielstrebigkeit aus. Sie treffen gerne Entscheidungen und begegnen Herausforderungen engagiert und mit innovativen Lösungsansätzen. In ihren Entscheidungen sind sie meist schnell und auch bereit ein höheres Risiko als die anderen Typen einzugehen. Den roten Typ zeichnet ebenfalls eine gewisse Ungeduld aus und im Umgang mit ihren Mitmenschen sind sie sehr direkt und kommen schnell auf den Punkt.Der dominante Typ gibt gerne Kommandos, statt selbst auszuführen. Sie streben nach Macht und sehen sich meist in Führungspositionen. Sie haben es gerne abwechslungsreich und fordern ihre Freiheiten ein. Sie treten sehr selbstsicher auf, was dazu führen kann, dass sie für ihre Mitmenschen arrogant und rücksichtslos wirken.

 

I -­ der initiative Typ (gelb)

Initiative Menschen sind absolute Beziehungsmenschen. Sie umgeben sich gerne mit Freunden und Familie und bauen ein großes Netzwerk an Kontakten auf. Sie überzeugen mit Charme und Optimismus und haben die Fähigkeit dadurch ihre Mitmenschen in ihren Bann zu ziehen. Ihr Selbstwertgefühl beruht sehr auf der Anerkennung anderer. 

Dem initiativen Typen fällt es leicht neue Kontakte zu knüpfen und er möchte Spaß am Leben haben. Darüber hinaus stehen sie gerne im Mittelpunkt. Eine ihrer größten Stärken besteht darin, dass sie sehr offen auf Fremde zu gehen. Detailgenauigkeit und analytische Vorgehensweisen gehören wiederum nicht zu ihren Stärken. Das unstrukturierte Arbeiten gelber Typen kann auf seine Mitmenschen teilweise inkompetent wirken. Die offene und kommunikative Art kann initiativen Menschen hin und wieder im Weg stehen, denn nicht alle Gesprächspartner möchten ihnen stundenlang zuhören. Konflikten gehen sie am liebsten aus dem Weg und zögern einen Streit solang es geht raus.

 

S -­ der stetige Typ (grün)

Ausgeglichenheit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft sowie Besonnenheit zeichnen den grünen Typen aus. Wann immer andere ihn brauchen, können sie auf ihn zählen. Sie sind sehr gute Zuhörer, bescheiden und geduldig, sie zeichnen sich als engagierte Teamplayer aus, die in Gruppen für den nötigen Zusammenhalt sorgen. Sie verabscheuen Streit und sind sehr harmoniebedürftig. Mit Veränderungen tun sie sich in den meisten Fällen schwer, da sie großen Wert auf ein geregeltes Umfeld und Stabilität legen. 

Stetige Typen arbeiten gerne eng mit ihren Mitmenschen zusammen und überlassen Führungsaufgaben lieber den anderen. Nein zu sagen, fällt ihnen besonders schwer und deshalb nehmen sie den anderen vieles ab. Das kann in manchen Situationen zu erhöhtem Stress führen und sich negativ auf sie auswirken. Für andere können sie durch ihre mitfühlende und sorgsame Art leicht berechenbar wirken. 

G ­- der gewissenhafte Typ (blau)

Hohe Qualitätsstandards, logisches Vorgehen, Planungssicherheit und Genauigkeit sind die Attribute, die einen gewissenhaften Typen auszeichnen. Aktionismus ist überhaupt nicht ihr Ding. Bevor etwas angegangen wird, müssen alle Einzelheiten mehrfach durchdacht sein und ohne System geht gar nichts. Detailgenaues Arbeiten und analytisches Denken bestimmen ihren Alltag außerdem sind sie sehr fleißig, ausdauernd und konzentrationsfähig. Zu ihren größten Motivationen gehört es zu wissen, dass alles nach ihren Vorstellungen läuft und perfekt funktioniert. Von ihren Mitmenschen werden besonders die Zuverlässigkeit und ihre Kompetenz geschätzt.

Sie sind keine großen Teamplayer und arbeiten meist für sich, nur so können sie ihren Fokus richtig setzen und ihren ausgeprägten Sinn für Ordnung ausleben. Auf lange Sicht besteht ein gewisses Risiko der Selbstisolation durch diese Verhaltensweise. Sie können auf ihre Mitmenschen sogar distanziert, reserviert und auch abweisend wirken, da sie sich gerne in ihrer Arbeit vergraben und nur noch auf sie fokussiert sind. Ihr Perfektionismus kann für sie in manchen Situationen ein Hindernis sein, da sie durch ihre Detailgenauigkeit hin und wieder die Orientierung verlieren. 

In diesem Beitrag haben wir dir die verschiedenen Typen vorgestellt. Eventuell hast du dich schon wiedererkannt und kannst jetzt sagen welcher Farbtyp auf dich zutrifft. In einem weiteren Beitrag erklären wir euch noch wie die einzelnen Typen untereinander harmonieren und wo es zu Herausforderungen kommen kann.

 

Hier kannst du gerne einen Test durchführen und dir Gewissheit verschaffen.

Hier geht es zum Test

 

Quellen:

1,2,4,5,6,7 Greator (o.J.): DISG – Was du aus dem Persönlichkeitstest lernst. Online: https://greator.com/disg/ (zuletzt abgerufen 20.06.2021)

4,5,6,7 Management Circle (2017): Das DISG-Modell zur Persönlichkeits-Erkennung: Beliebt oder veraltet? Online: https://www.management-circle.de/blog/das-disg-modell/ (zuletzt abgerufen 20.06.2021)

 

3 Advidera (o.J.): DISG. Online: https://www.advidera.com/glossar/disg/ (zuletzt abgerufen 20.06.2021)

Author

Timo König

Timo König studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der Beuth Hochschule in Berlin.

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