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Diversity Management: Mehr Chancen durch Vielfalt

Diversity Management: Mehr Chancen durch Vielfalt


Durch eine zunehmende Vernetzung verschiedener Gruppen entsteht ein breites Spektrum an Vielfalt – auch in Unternehmen. Gerade diese Vielfalt soll Unternehmen zugutekommen, denn: der erste Schritt der Anerkennung einer vielfältigen Gesellschaft führt dazu, dass Unternehmen auf viele verschiedene Menschen aufmerksam werden.  So bedeutet mehr Vielfalt zeitgleich mehr Erfahrungswerte, mehr Input und individuelle Kompetenzen. Das soll durch das sogenannte „Management der Vielfalt“ geschehen. Das Ziel eines Unternehmens durch die Gewinnung von mehr Vielfalt ist demnach einen Nutzen aus unterschiedlichen zum Beispiel kulturellen Hintergründen und Eigenschaften zu ziehen. So bereichert beispielsweise die kulturelle Vielfalt als Teilbereich der Diversität einen Betrieb. Diversity Management soll demnach weit über das bekannte Teammanagement, bei dem bereits von einem Gewinn durch verschiedene Kompetenzen der Mitarbeitenden ausgegangen wird, hinausgehen. In Deutschland findet Diversity Management zunächst im HR-Bereich statt. Die Personaler werfen einen geschulten Blick auf mehr Aspekte, als nur die Qualifikationen. Dabei steht eine Frage besonders im Vordergrund: Wie kann die Bewerberin oder der Bewerber das Team bestmöglich bereichern?

Diversity Management resultiert außerdem als Konsequenz aus einer zunehmen globaler und international denkenden Gesellschaft. Genau dieses Vielfalts-Denken ist von einigen Stakeholder-Gesellschaften sehr gefragt. Das bedeutet, dass die Unternehmen sich um ein multikulturelles Arbeitsumfeld bemühen, um Teil der internationalen Märkte zu sein. Auch die Debatte um Benachteiligungen von beispielsweise BiPoC oder Frauen am Arbeitsplatz, hat das Diversity Management weiter angekurbelt. Genauso wie ein Wunsch nach Inklusion. Eine Chancengleichheit in Betrieben steht demnach immer mehr im Mittelpunkt. Des Weiteren führt eine Wertschätzung von vielfältigen Eigenschaften dauerhaft zu der Entwicklung einer individuellen Unternehmenskultur[1]

 


Welche Formen von Diversity Management gibt es eigentlich?
Verschiedene Prozesse der Vielfalt sind in der Diversität fest verankert. So gibt es beispielsweise die Förderung von Frauen bei der Erlangung von Führungspositionen, die eigentlich männlichen Personen „vorbehalten“ sein sollen. Dies nennt man Gender-Management. Ein weiterer Punkt ist die Errichtung von Betriebskindergärten. Vergleichbare Angebote der Kinderbetreuung haben sich bereits auch schon an Universitäten etabliert. Des Weiteren auch der Inklusionsaspekt, durch die Beschaffung von beispielsweise barrierefreien Arbeitsplätzen. Auch die „Work-Life-Balance“ ist Teil des Diversity Managements. Neben der Arbeit soll so die Möglichkeit geschaffen werden, andere Lebensbereiche zu pflegen, wie beispielsweise: Familie, Freundschaften, Gesundheit oder soziales / kulturelles Engagement. Im Vordergrund steht dabei allerdings ein gesundes Verhältnis eines Gesundheits- und Erholungsverhaltens.[2]

Welche Strategie können Unternehmen nun nutzen, um Vielfalt einzubinden?Grundsätzlich gilt hier: den wirtschaftlichen Erfolg durch Vielfalt steigern. Dies kann durch einen Fünf-Punkte-Plan erreicht werden:

1. Ziele definieren, indem man den Nutzen der Diversität für das eigene Unternehmen erkennt. Kann dies beispielsweise für die Vernetzung mit internationalen Kunden oder Stakeholdern hilfreich sein? 

2. Die Ausgangssituation ermitteln. Gibt es vielleicht schon Diversity-Maßnahmen im Betrieb? Wenn ja: wie gut sind diese ausgearbeitet? Welche Bereiche fehlen? 

3. Strategie-Erstellung: Hier dreht sich alles um das „Wie“. Wichtige Stichworte dabei sind beispielsweise: die Dauer der Umsetzung, die möglichen Kosten, der gewünschter Effekt, aber auch die Risiken, die durch eine Veränderung entstehen könnten.

4. Umsetzung: Die Umsetzung kann von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein, wichtig ist hierbei eine Arbeitsweise zu finden, die am besten zum Team passt. Dabei sollten das Ziel und die dafür nötigen Maßnahmen nie außer Acht gelassen werden.

5. Erfolge nachhalten: Wenn das Teil-Projekt „Diversity Management stärken!“ umgesetzt worden ist, ist es ratsam, sich die Wirkungen des Ergebnisses anzusehen. Gibt es Verbesserungsvorschläge? Kann das Projekt auf andere Bereiche ausgeweitet werden? 

Nach dem erfolgreichen Umsetzen des ersten Teil-Projekts, werden sich weitere Bereiche auftun und genau das macht das Diversity-Management aus: es ist ein konstanter Prozess, der nicht nur Unternehmen dabei hilft, ihre eigenen Ziele besser zu erreichen, sondern auch ein vielfältiges Team schafft, welches für eine gemeinsame Chancengleichheit einsteht! [3]




[1] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/diversity-management-53993

[2] https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-540-71637-2_13

[3] https://www.charta-der-vielfalt.de/diversity-verstehen-leben/diversity-management/

Author

Eliza Trapp

Eliza Trapp studiert vergleichende Literatur-und Kulturwissenschaft im Master an der Universität Potsdam.

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