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Public Sector Consulting: Wie es wirklich ist, den Staat bei der digitalen Transformation zu unterstützen

Public Sector Consulting: Wie es wirklich ist, den Staat bei der digitalen Transformation zu unterstützen


Wer seinen Freund:innen sagt, dass sie oder er jetzt im Bereich des „Public Sector Consulting“ arbeitet, bekommt nach meiner eigenen Erfahrung oft die Frage zurück: „Aha – und was genau macht man da?“. Beratung als Beruf ist ein ziemlich weit gefasstes Feld, über das viele verschiedene Vorstellungen existieren. Deswegen möchten wir euch zeigen, was es konkret heißt, für Orphoz Public – die auf den öffentlichen Sektor spezialisierte Tochtergesellschaft von McKinsey & Company – staatliche Organisationen und Non Profits zu beraten.

Zunächst einmal: Wir sind keine Politik-Beratung – wir helfen nicht dabei, Gesetzestexte zu schreiben oder PR-Arbeit für einzelne Politiker:innen oder Parteien zu machen. Für das gibt es andere Unternehmen mit einem ganz anderen Profil.

Was wir tun, ist Strategie- und Management-Beratung für Organisationen der öffentlichen Hand – also zum Beispiel Ministerien oder andere Behörden – und für Non Profits wie Stiftungen. Das heißt, wir unterstützen das Top Management im öffentlichen Sektor dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen, indem wir vorliegende Informationen aufbereiten und mögliche Handlungsoptionen ausarbeiten und analysieren. Sind Grundsatzentscheidungen – etwa zum Aufbau neuer Organisationsstrukturen, zur Digitalisierung von Prozessen oder zu ganz anderen Fragen – getroffen, helfen wir bei der Formulierung und Durchführung von Maßnahmen zur Umsetzung dieser Entscheidungen.

Was die Arbeit bei Orphoz dabei besonders macht, ist nach meiner Erfahrung der Antrieb, durch unser Wirken einen echten Unterschied zu machen. Dieser Blick auf den wirklichen nachhaltigen „Impact“ unserer Projekte – wie es im schönen Berater:innendeutsch heißt – motiviert uns, wenn wir mit den kleinen und großen Herausforderungen des Beratungsalltags konfrontiert sind. Was das ganz praktisch heißt, möchten wir euch anhand der Erfahrungen von zwei unserer Kolleg:innen zeigen:

 

Anne ist Senior Beraterin bei Orphoz Public


Da ist zunächst
 Anne, Senior Beraterin bei Orphoz. Sie ist eher zufällig zur Public Sector Beratung und zu Orphoz gekommen: „Nach meinen Master in Politikwissenschaft an der FU Berlin wollte ich mich erst in Richtung Public Affairs orientieren, habe aber in den Bewerbungsgesprächen gemerkt, dass es eigentlich nicht wirklich das war, was ich machen wollte. Durch einen Freund bin ich dann auf Orphoz aufmerksam geworden. Hier war ausschlaggebend für mich, dass wir ausschließlich Klient:innen aus dem öffentlichen Sektorberaten.

In meinem ersten Projekt ging es darum, Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger als nutzer:innenfreundliche digitale Services zu konzipieren. 

Ganz praktisch haben wir in diesem Projekt sowohl mit Klient:innen aus dem Bund als auch den Ländern gearbeitet. Hierbei lag unser Fokus darauf, die unterschiedlichen Stakeholder (Jurist:innen, UX-Designer:innen, Fachexpert:innen, Datenschutzexpert:innen, IT-Dienstleister usw.) zusammenzubringen und den Prozess zu steuern. Selten habe ich in so kurzer Zeit so viel über unterschiedlichste Bereiche, mit denen ich vorher keine Berührungspunkte hatte, gelernt. Wir haben größtenteils von unserem Berliner Büro aus mit einem großen Team gearbeitet und waren nur punktuell bei unseren Klient:innen in Berlin oder in den Ländern. Im Team haben wir jeden Tag mit einem sog. „Check-In“ begonnen, in dem die anstehenden Aufgaben besprochen wurden. Anschließend hatte ich oft viele Termine mit Klient:innen und Kolleg:innen und natürlich wurden auch die obligatorischen Powerpoint-Slides gebaut.  

Es gibt wahrscheinlich wenige Projekte, bei denen der Impact so klar definiert und vor allem auch für einen selbst so greifbar ist. Ich werde in Zukunft sagen können, dass ich einen, wenn auch sehr kleinen, Teil dazu beigetragen habe, dass öffentliche Verwaltungsleistungen für alle Menschen digital und vor allem nutzer:innenfreundlich angeboten werden.“

 

 

Fabian ist Berater bei Orphoz Public. Seinen Master in Verwaltungswissenschaften hat er 2019 an der Universität Potsdam gemacht.


Die Digitalisierung beschäftigt auch Fabian stark, der 2019 seinen Master in Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam gemacht hat und heute als Berater bei Orphoz arbeitet: „Wenn ich Freunden und Bekannten während meines Studiums erklären musste, was Verwaltungswissenschaft ist, habe ich immer gesagt, das ist wie Politikwissenschaft, nur mit wesentlich mehr Anwendungsbezug. Wo ich mein erlerntes Wissen letztlich anwenden kann, war jedoch eine Frage, die mich wie viele andere während meines gesamten Studiums umtrieb.

Mein Wunsch für den Berufseinstieg war es, mein über die Verwaltung gesammeltes Wissen in der Praxis einsetzen zu können, um Deutschland digitaler zu machen. Durch meine Masterarbeit wusste ich, dass sich die Digitalisierung im föderalen Mehrebenensystem an vielen Orten gleichzeitig abspielt und ich wollte überall möglichst nah dran sein am Geschehen. Als Berater ist das möglich, nicht nur weil man für unterschiedliche Klienten:innen arbeitet, sondern auch, weil man häufig an übergreifenden Transformationsprojekten beteiligt ist. Hierdurch habe ich bereits in meinem ersten Jahr bei Orphoz einen sehr umfangreichen Einblick in die Arbeitsweise von verschiedenen Institutionen der Verwaltung bekommen. 

Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich. Wir führen häufig Gespräche mit verschiedenen Umsetzungsbeteiligten und bereiten Informationen so auf, dass komplexe Sachverhalte und Herausforderungen in ihre Haupttreiber zerlegt werden. Nicht jedes Problem hat dabei eine offensichtliche Lösung und so erfordert mein Arbeitsalltag oft Neugierde und Kreativität. Die Ergebnisse meiner Arbeit sind so vielfältig wie die Lösungen, die wir entwickeln. Auch nach anderthalb Jahren Beratung ist es ein abwechslungsreicher Beruf, bei dem man mit spannenden Leuten zusammenarbeitet und täglich die Gewissheit hat, Deutschland ein Stück digitaler zu machen.“

Falls ihr nach diesem kurzen Einblick in die Welt der Public Sector Beratung weitere Fragen habt, freuen Anne, Fabian und ich uns sehr, euch auf der UniContact kennenzulernen! Gemeinsam können wir darüber sprechen, ob unsere Aufgabe vielleicht auch für euch eine spannende Option für den Berufseinstieg sein könnte.

Michael Hantzsche ist Senior Berater bei Orphoz Public und Alumnus der Universität Potsdam

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Orphoz

Die Orphoz GmbH & Co. KG ist eine Beratung für den öffentlichen Sektor und branchenübergreifendes Programm- und Projektmanagement. Als 100%ige Tochtergesellschaft von McKinsey & Company greift Orphoz auf die Erfahrungen und das Wissen eines weltweiten Expertennetzwerkes zurück. Sie kombinieren eine strategische Perspektive mit Verständnis für die besonderen Anforderungen eines Sektors – sie verbinden Umsetzungsstärke mit der Expertise einer Topmanagement-Beratung.

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